Gesundheitsbroschüren

Informationen und Beratung

A-plus Apotheken bieten ihren Kunden nicht nur freundliche und kompetente Beratung:

Damit Sie die Möglichkeit haben, die erhaltenen Informationen zu Hause weiter zu vertiefen, können Sie hier als kostenlosen zusätzlichen Service produkt- und herstellerneutrale Informationstexte einsehen. Fast alle Krankheitsfelder, Risikofaktoren bzw. Präventionsbereiche werden durch eine Broschüre abgedeckt.

Demenz

Unsere Lebenserwartung hat während des letzten Jahrhunderts beträchtlich zugenommen. Es erreichen heute fast doppelt so viel Deutsche ein Alter von 65 Jahren und fast viermal so viel ein Alter von 80 Jahren wie zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts. So sehen wir heute erheblich mehr körperliche und psychische Störungen im Alter als früher, so auch die Demenz.

Der Begriff Demenz leitet sich aus dem Lateinischen ab: dementia = Unsinn, Irresein

Das Krankheitsbild

Wesentliches Kennzeichen ist die Merkstörung. Anfangs können die Betroffenen neue Informationen nicht mehr behalten, im Laufe der Krankheitsentwicklung sind schließlich auch weiter zurückliegende Erinnerungen in Vergessenheit geraten. Neben diesem Leitsymptom prägen zahlreiche andere Veränderungen das Krankheitsbild.

Es lassen sich wesentliche Defizite in der intellektuellen Aktivität und Lernfähigkeit feststellen. Die Betroffenen verstehen immer weniger, was sie sehen und hören. Das Kritik- und- Urteilsvermögen ist reduziert. Entscheidungen werden langsamer beeinträchtigt. Die Aufmerksamkeit ist gestört. Gedankengänge werden sprunghaft. Gleiche Gedankengänge werden ständig wiederholt. In der Folge tritt Desorientiertheit auf. Sie kann auch einhergehen mit dem Verlust des Tag-Nacht-Rhythmus. Im emotionalen Bereich werden überraschende Gefühlsausbrüche gezeigt (rasches Weinen, unbegründetes Lachen).

Stimmungen wie Apathie, Aggressionen, Euphorie können häufig wechseln.

Im psychomotorischen Bereich können die Patienten einerseits eine gesteigerte Aktivität zeigen, andererseits aber auch zu apathischem Verhalten neigen. Die Persönlichkeit des Dementen ist dahingehend verändert, dass seine Wünsche und Absichten nicht mehr im Einklang mit seinen Fähigkeiten stehen – er will mehr, als er kann.

Das Erscheinungsbild unterliegt Schwankungen und ist einer therapeutischen Beeinflussbarkeit zugänglich.

Die Alzheimer-Krankheit

Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Form der Demenz. Trotz wesentlicher Erkenntnisse sind die Ursachen der Krankheit bis heute nicht vollständig geklärt. Weitgehend unbestritten ist eine erbliche Mitbeteiligung an der Erkrankung. Als Risikofaktoren werden Aluminium- und Eiweiß-Ablagerungen im Gehirn ebenso diskutiert wie Virusinfektionen.

Die Krankheit führt in einem Zeitraum von 5-10 Jahren zum Tode, Ausnahmefälle bis zu 15 Jahre werden beschrieben.

Bei jüngeren Erkrankten verläuft sie meist rascher als bei älteren. Die ersten Symptome bestehen in einer zunehmenden Vergesslichkeit, wie sie auch im normalen Alterungsprozess beobachtet werden kann („vergessliche Phase“). Bei schleichender Zunahme der Vergesslichkeit kann diese Phase Monate und Jahre anhalten.

Die anschließende „verwirrte Phase“ dauert ungefähr 3-4 Jahre. Der Erkrankte empfindet die mit ihm vorgehenden Veränderungen als starke existenzielle Bedrohung. Unruhe und Angst treten auf, da der Patient merkt, dass er die Anforderungen nicht mehr bewältigen kann.

In der „dementen Phase“ kann der Kranke dann nicht mehr ohne Betreuung leben. Die Betroffenen laufen ohne Orientierung herum. Sie sind gefährdet im Straßenverkehr. Die richtige Kleidung kann nicht mehr ausgewählt werden, so besteht die Gefahr des Erfrierens im Winter. Angehörige werden nicht mehr erkannt. Sinnlose Aktivität, Unruhe, Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus sowie Inkontinenz treten auf. Aggressionen können sich verstärken. Die Sprache wird akustisch und inhaltlich unverständlich. Die Fortbewegungsfähigkeit lässt nach, der Patient wird bettlägerig. Der Tod tritt durch hinzutretende Erkrankungen wie z.B. Lungenentzündung ein. Auch diese Phase kann sich über mehrere Jahre erstrecken.

Die Multiinfarkt-Demenz

Krankhafte Veränderungen in der Struktur und Funktion der Blutgefäße im Hirn werden für dieses Krankheitsbild verantwortlich gemacht. Kleine Schlaganfälle sowie Durchblutungsstörungen führen zu akuten vorübergehenden Symptomen, die sich wieder zurückbilden. Treten solche Ereignisse wiederholt auf, entwickelt sich ein bleibendes Defizit.

Die Erscheinungsbilder des Schlaganfalls sind plötzlich auftretende halbseitige Lähmung, Bewusstseinsstörungen, herabhängende Mundwinkel, Schwitzen, Sprachstörung und geweitete Pupillen. Im Vergleich zur Alzheimer-Erkrankung bleibt die Persönlichkeit des Erkrankten erhalten, auch das Sozialverhalten zeigt keine Veränderungen. Dagegen treten häufiger Depressionen auf und Begleiterscheinungen wie Kopfschmerz, Schwindelgefühl und Ohrensausen.

Wie kann die Alzheimer-Krankheit behandelt werden?

Die Alzheimer-Krankheit ist zurzeit leider noch nicht heilbar. Die neue Arzneistoffgruppe der Acetylcholinesterase-Hemmer, welche in Deutschland auch zugelassen ist, hat aber zahlreiche Vorteile für den Patienten. Das Gedächtnis und die Hirnfunktion verbessern sich und auch andere Symptome werden günstig beeinflusst. Das Voranschreiten der Krankheit kann sichtbar verlangsamt werden.

Der Nutzen von Vitaminen, Hormonen und durchblutungsfördernden Mitteln kann nicht nachgewiesen werden. Vorhandene Depressionen können mit Antidepressiva behandelt werden. Schlafstörungen sind der Therapie mit Schlafmitteln zugänglich. Zur Behandlung der Aggressionen und Wahnvorstellungen eignen sich Neuroleptika.

Da alle Medikamente der Rezeptpflicht unterliegen, lassen Sie sich bitte von einem Arzt beraten!

Tipps für den Umgang mit Alzheimer-Patienten:

1 Solange Ihr Angehöriger noch selbst entscheidungs- und urteilsfähig ist, sollten Sie für Vollmachten sorgen. Ein ärztliches Attest sollte die Geschäftsfähigkeit dokumentieren, damit die Vollmachten später nicht angefochten werden können.
2

Machen Sie den Alltag sicherer!

  • Schließen Sie gefährliche Gegenstände und Haushaltschemikalien weg.
  • Waschbecken und Badewanne sollten einen Überlaufschutz haben.
  • Bringen Sie Haltevorrichtungen an, vermeiden Sie Türschwellen.
  • Teppiche sollen nicht lose liegen.
  • Sorgen Sie auch nachts für gute Lichtverhältnisse. Bringen Sie Schlösser an Fenster und Türen an, damit Ihr Angehöriger nicht weglaufen kann.
3 Legen Sie Wert auf Spaß in der Freizeit, nicht auf die Erfolge! Ein anstrengendes Gedächtnistraining ist nicht sinnvoll, sondern führt zur Frustration.
4 Denken Sie auch an sich selbst und sorgen Sie für notwendige Entlastung!
5 Vermeiden Sie sinnlose Diskussionen! Sprechen Sie in kurzen Sätzen.
6 Nehmen Sie die Verhaltensveränderungen nicht persönlich!
7 Fühlen Sie sich nicht verantwortlich für die Erkrankung Ihres Angehörigen.
8 Sorgen Sie dafür, dass Ihr Angehöriger immer einen Ausweis bei sich trägt!
9 Achten Sie darauf, dass der Erkrankte ausreichend isst und trinkt. Flüssigkeitsverlust verschlimmert das Krankheitsbild. Eine spezielle Diät ist nicht einzuhalten.

Fragen Sie in unserer A-plus Apotheke, unser Fachpersonal berät Sie gern.

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.